Aifach lebe

Ruh habbe
In de Garde sitze
E Weinle schlotze,
Zeidung lese,
nix meh vorhabbe,
d`Fieß hochlege –

aifach lebe.
Augen

Augen
Matt glänzend im Kerzenlicht
Schimmernd schwarz in mein Gesicht
Glitzern
Tief und warm
Zwischen schmalen dunklen Ritzen
Glühend
Hinter dem Gespinst von Wimpern.

Unergründlich
Schlummernd spiegeln sie zurück
Eingetaucht in meinen Blick
Blinzeln
Weich und sanft
Schillernd aus verirrten Schatten.
Immer
Möcht ich schau’n
In Deine
Augen.

(Veröffentlicht im Band XVIII, Ausgewählte Werke der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte)